Babys während einer Infektion durch Coronavirus (2019-nCoV; COVID-19) und anderer Atemwegsinfektionen stillen

Babys während einer Infektion durch Coronavirus (2019-nCoV; COVID-19) und anderer Atemwegsinfektionen stillen

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Media Release

Kontakt: zion@llli.org Raleigh, North Carolina, USA

Das neuartige Coronavirus (COVID-19), das derzeit in den Nachrichten diskutiert wird, ist eine sich rasch entwickelnde globale medizinische Situation, über die derzeit nur wenige Informationen vorliegen. La Leche League International (LLLI) respektiert die Bemühungen internationaler Gesundheits- und medizinischer Organisationen und -verbände, die Informationen und Empfehlungen im Zuge der Entwicklung des Verständnisses des Virus auf dem neuesten Stand zu halten. LLLI wird die Entwicklung der aktuellen globalen Gesundheitskrise weiterhin verfolgen.
Mit über 60 Jahren Erfahrung im Bereich des Stillens ist La Leche League International fest bemüht, alle Familien zu ermutigen, die Bedeutung des Stillens für den immunologischen Schutz des gestillten Kindes zu erkennen. In den meisten Fällen bleiben die gestillten Babys gesund, auch wenn ihre Eltern oder andere Familienmitglieder an einer Infektionskrankheit erkranken. Es gibt immer mehr Forschungsergebnisse, die zeigen, dass Säuglinge von mehreren und verschiedenen immunologischen Proteinen, einschließlich Antikörper, die in der menschlichen Milch enthalten sind, profitieren, insbesondere durch direktes Stillen.

Mütter, die sich kurz vor der Geburt infizieren und dann mit dem Stillen beginnen, und Mütter, die sich in der Stillzeit infizieren, produzieren spezifische sekretorische IgA-Antikörper und viele andere kritische Immunfaktoren in ihrer Milch, um ihre gestillten Säuglinge zu schützen und die eigenen Immunreaktionen ihrer Kinder zu verstärken. Zu diesem Zeitpunkt unterstützen diese immunologischen Faktoren den Körper der Säuglinge dabei , effektiver auf Exposition und Infektion zu reagieren. Die Einhaltung guter Hygienepraktiken trägt auch dazu bei, die Übertragung des Virus zu reduzieren.

Wenn eine stillende Mutter krank wird, ist es wichtig, das direkte Stillen nicht zu unterbrechen. Das Kind wurde bereits von der Mutter und/oder der Familie mit dem Virus in Kontakt gebracht und profitiert am meisten von der Fortsetzung des direkten Stillens.

Eine Stillpause kann zu verschiedenen Problemen führen:
– signifikantes emotionales Trauma für das stillende Baby oder Kleinkind,
– ein Rückgang des Milchangebots aufgrund der Notwendigkeit, Milch auszudrücken oder abzupumpen,
– spätere Brustverweigerung des Säuglings aufgrund der Fütterung durch die Flasche,
– eine Abnahme der schützenden Immunfaktoren aufgrund des Mangels an direktem Stillen und abgepumpter Milch, die nicht den Bedürfnissen des Säuglings zu einem bestimmten Zeitpunkt entspricht, und
– ein erhöhtes Risiko, dass der Säugling aufgrund fehlender Immununterstützung durch das direkte Stillen erkrankt.

Der letzte Punkt ist von entscheidender Bedeutung: Wenn ein Familienmitglied exponiert wurde, ist das Kind exponiert. Daher kann jede Unterbrechung des Stillens das Risiko des Säuglings erhöhen, krank zu werden oder sogar schwer zu erkranken.

Jeder, der glaubt, dass er COVID-19 (auch bekannt als neuartiges Coronavirus; 2019-nCoV; SARS-CoV-2) haben könnte, wird ermutigt, gute Hygienepraktiken zu befolgen, wie z.B. gründliches Händewaschen und das Tragen einer Schutzmaske, um die Verbreitung des Virus zu verhindern. Wenn eine Person so krank wird, dass sie ins Krankenhaus eingeliefert werden muss, sollte das Kind, wenn möglich, das Stillen fortsetzen dürfen, wobei die oben genannte Liste möglicher Folgen einer Trennung oder Unterbrechung des Stillens zu beachten ist. Wenn eine Unterbrechung des Stillens als medizinisch notwendig erachtet wird, wird im Extremfall das Ausdrücken der Milch mit der Hand oder das Abpumpen der Milch gefördert. In solchen Fällen kann die abgepumpte Milch, die mehrere Immunfaktoren enthält, an das Kind verfüttert werden, um zu verhindern, dass das Kind eine Infektion bekommt, oder um die Schwere und Dauer einer Infektion zu verringern, wenn das Kind erkrankt.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bietet auf der Website der WHO Anleitungen und andere Informationen zum Coronavirus in mehreren Sprachen an. UNICEF bietet auch Informationen zum Stillen durch COVID-19-Infektion. Links sind in den untenstehenden Verweisen enthalten.
Alle oben genannten Informationen gelten auch für Familien, die von Grippe und anderen Atemwegsviren bedroht sind oder davon betroffen sind.

Verweise

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