Stillen, Geburt und COVID-19

Stillen, Geburt und COVID-19

Categories: Deutsch, News From LLLI

(Aktualisierung unserer Pressemitteilung vom 19. Februar 2020 und der anschliessenden Still- und Coronavirus-Ressourcen, veröffentlicht am 4. März, revidiert am 12. und 27. März)

ZUR SOFORTIGEN VERÖFFENTLICHUNG

Kontakt: info@llli.org , info@lalecheliga.at
16 April 2020, Raleigh, North Carolina, USA

Viele Menschen haben bei La Leche League International (LLLI) um aktuelle Informationen über das Coronavirus im Zusammenhang mit Schwangerschaft, Geburt und Stillen gebeten. Wir betonen weiterhin die entscheidende Bedeutung des Stillens aller Babys, ob neugeboren oder älter, und ob jemand positiv auf COVID-19 getestet wurde oder nicht. Das Wissen über die Vorteile des Stillens und die Risiken des Nicht-Stillens ist für Familien wichtig, da sie Entscheidungen über Geburt und Säuglingsernährung treffen.

Stillen ist das beste Mittel, um ein Baby vor Krankheit zu schützen oder die Schwere der Erkrankung eines Babys zu mindern, wenn es erkrankt.

Die LLLI unterstützt die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), unmittelbar nach der Geburt zu stillen, auch wenn ein positiver COVID-19-Test vorliegt. Stillen ist wichtig für einen Säugling, der von einer Person geboren wird, die positiv auf COVID-19 getestet wurde, oder der ein enges Familienmitglied hat, das positiv getestet wurde. Es ist entscheidend, dass alle Neugeborenen innerhalb einer Stunde nach der Geburt gestillt werden, damit sie von den immunologischen Komponenten, die das Kolostrum liefert, profitieren können.

Wenn eine stillende Person krank wird, ist es wichtig, das Stillen nicht zu unterbrechen, es sei denn, es ist medizinisch notwendig. Wenn ein Familienmitglied erkrankt ist, ist der Säugling der Krankheit schon ausgesetzt gewesen. Jede Unterbrechung des Stillens kann das Risiko des Säuglings erhöhen, zu erkranken oder sogar schwer zu erkranken.

Mütter, die zu krank werden, um zu stillen, sollten beim Abpumpen oder Ausdrücken von Muttermilch unterstützt werden, damit das Kind weiterhin Muttermilch bekommen kann. Wenn dies nicht möglich ist, wird Spendermilch von der WHO als die nächstbeste Fütterungsoption empfohlen, da Spendermilch immunologische Bestandteile enthält, die in herkömmlichen Muttermilchersatzprodukten nicht vorhanden sind. Es sollten Informationen über die Relaktation angeboten werden, zusammen mit Unterstützung, um dem Baby zu helfen, wieder an die Brust zu kommen, wenn sich der Gesundheitszustand verbessert.

Die WHO hat für alle Personen, die positiv auf COVID-19 getestet werden, aktualisierte Informationen zu Schwangerschaft, Geburt und Stillen herausgegeben. Diese Informationen finden Sie unter https://www.who.int/news-room/q-a-detail/q-a-on-covid-19-pregnancy-childbirth-and-breastfeeding

Wir ermutigen alle Familien, glaubwürdige Informationsquellen zu suchen, auf die sie ihre Stillentscheidungen stützen können. Die Informationsquellen stehen unter folgendem Link zur Verfügung: https://www.lalecheliga.at

Wir werden diese Ressourcen aktualisieren, sobald neue Informationen verfügbar werden. Bitte informieren Sie sich regelmäßig über Aktualisierungen.

Folgende englischsprachige Ressourcen stehen ebenfalls zur Verfügung: https://www.llli.org/covid-19-references/